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ex KBS 249 Streckenabbau

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Am 16.07.2002 wurde die Strecke, durch den Ausbau der Bundesstraße 241, zwischen Dalhausen und Borgholz unterbrochen, kurze Zeit später auch in Holzminden. Bei Umbauarbeiten, im Februar 2004, erwarb die Gemeinde Boffzen einen ca. 3 km langen Streckenabschnitt von der DB. Dieser Abschnitt wurde inzwischen abgebaut.

Das ist der Stand der Dinge.

 

                  

 

 

Strecken - ENDE km 322 unweit von Boffzen

 

Das war der Stand der Dinge

bis November 2004. Die Gemeinde Boffzen hat inzwischen die ehemalige Trasse der ex KBS 249 überplant. Teilweise ist die Streckenführung schon bebaut und nicht mehr erkennbar. Im Bereich von Boffzen, Godelheim, Beverungen, Roggental und Borgholz fehlen inzwischen 5 Brücken, über die die Strecke Scherfede - Holzminden führte. Durch Straßenbauarbeiten wurden verschiedene Bahnübergänge beseitigt und die Schienen an diesen Stellen unterbrochen ( z.B. in Lüchtringen-Steinkrug )

Straßenunterführung bei Roggental:

  

 

 

Auch die Brücke über die B83 ist seit 25.11.2004 bereits zum Abbruch vorbereitet:

Straßenansicht

 

Blick von der Trasse aus

 

 

Die Strecke Richtung Beverungen, kurz vor der zum Abbruch stehenden Brücke.

 

Brückenabbruch 04.12.2004

Heute früh gegen 6 Uhr, haben die Abbrucharbeiten an der Straßenunterführung in Roggental begonnen.
Gegen Mittag sollte die Brücke eigentlich verschwunden sein, da ab 13:00 die Beverunger B 83 Unterquerung dran sein sollte.

Jedoch scheint die Roggentaler Brücke haltbarer zu sein als man dachte. Sie leistet tapfer Widerstand. Unter den Zuschauern befand sich auch ein älterer Herr, der schon beim Bau der Brücke dabei war und diese Sache mit sehr gemischten Gefühlen beobachtete.
Um 12:00 war der Abbruch noch nicht sehr weit fortgeschritten:

Hinter der Brücke liegt Roggental

 

Noch mal von der gleichen Seite

 

Blick von oben, vom Bahnsteig des ex Hp Roggental.

 

Catterpillar Bagger 325 C am Bahnsteig, Hp Roggental

Traurig aber wahr, dass die Trasse der ex KBS 249 dem Straßenausbau weichen muß. Hier hat sich gezeigt, dass auch ein Trassensicherungsvertrag eine Strecke nicht sichern kann.
Wie schön hätte man hier einen Museumszug fahren lassen können.
Das wäre die bessere Lösung gewesen, auch wenn er nur einmal im Monat gefahren wäre.
Nun ist es zu spät - aus und vorbei.

Brückenabbruch Beverungen  05.12.2004

 

Ortseingang in Richtung Beverungen

 

 

Auch ein Bild von der Godelheimer Straßenunterführung B83 soll nicht fehlen:

Das ist der Stand der Dinge - vorläufig bis zum Januar 2012

Anfang 2012 wurde fast der ganze in Nordrhein - Westfalen liegende Streckenteil der Strecke, an einen privaten Investor verkauft. Ab Januar 2012 wurde die Trasse freigeschnitten. Ziel des Investors ist es, zunächst die Gleise abzubauen und als Schrott zu verkaufen. Im Stadtgebiet von Beverungen ist ein Rad- / Wanderweg von ca. 2 km Länge geplant. Die Böschungen sollen teilweise mit schnellwachsenden Bäumen bepflanzt werden, um Material für eine Hackschnitzelanlage zu gewinnen. Schon bald wird nicht mehr viel an die ehemalige Hauptbahn erinnern. Sicher werden auch weitere Brücken verschwinden. In Dalhausen stört einen Dachdeckerbetrieb schon seit Jahren eine Steinbogenbrücke mit nur 3,3 m Durchfahrtshöhe.

Mit einem Minibagger mit Schneidwerk wurden am 28. Januar, bei Beverungen, die Gleise freigeschnitten, um sie anschließend abbauen zu können.

 

Am ehemaligen Block bzw. Schrankenposten Roggental, stand ein nicht ganz profilfrei geparkter Corsa.

 

Mehrere Felseinschnitte finden sich zwischen Roggental und Biesberg.
Der weit links stehende Kilometerstein verrät deutlich, dass die Strecke früher zweigleisig war. Noch 306,6 km bis Aachen...

Hp Biesberg und Reste eines alten Streckenfernsprechers. Die Gleise wurden schon von den Schwellen abgeschraubt.
Die Gleislage hat stark darunter gelitten.

Ab hier hat der Abbautrupp schon ganze Arbeit geleistet. Die alten Holzschwellen hat man erst mal im Schotterbett liegen lassen.

 

Eine Stützmauer zum Schutz vor Steinschlag.

 

Die Brücke über den Eselsbach, nahe dem ehemaligen Posten 6. Während das linke Gleis erst vor wenigen Tagen entfernt wurde, fehlt das rechte schon seit Ende der 1960er Jahre. Der Streckenabschnitt Borgholz - Dalhausen wurde am längsten zweigleisig betrieben. Ob auch die Brücke in den Schrott geht, war noch nicht in Erfahrung zu bringen.

Seit Juli 2012 ist man mit dem Abbau der Gleise zwischen der ehemaligen Blockstelle Roggental und Wehrden (Weser) beschäftigt.

Anders als bei Bahnbaustellen bekannt, werden zuerst die Schienen von den Schwellen abgeschraubt. Anschließend werden die Schienen in passende Längen für den LKW Transport zerschnitten. Schienen und Stahlschwellen werden dann getrennt mit dem gezeigten Radlader verladen und abtransportiert. Durch diese Verladetechnik muß die gesamte Trasse mit dem Radlader mehrfach abgefahren werden.
Ein Bahnbau Unternehmen hätte sicher die Gleisjoche in Stücken, mittels Zweiwegebagger und SKL-Anhänger zu einem Verladeplatz transportiert.

Im Mai 2012 werden dieser Hanomag Radlader, ein IHC Schlepper und ein Sattelzug zum Abtransport der Schienen und Stahlschwellen eingesetzt.


Da im Bereich der Stadt Beverungen, bis zum Herbst, ein ca. 4 km langer Rad- und Wanderweg entstehen soll, wird der Abbau nun hier bevorzugt durchgeführt. Im Hintergrund ist der ehemalige Schrankenposten ( zuletzt Haltepunkt ) Beverungen Lindenstraße zu sehen.



Ca. 200 Meter vom Hp Lindenstraße Richtung Roggental, ist das Abbauteam im Mai 2012 angekommen.



Seit dem letzten Bericht ist nun aber auch hier ein Zweiwegebagger, mit Hydraulikschere, zum Durchtrennen der Schienen im Einsatz.


Der Schienenkneifer


Der 18 t schwere Liebherr 900 ZW ist bei der Eisenbahn ein Kleinwagen.


Mit dem Radlader werden die abgebauten Schienen, im ehemaligen Bahnhof Wehrden (Weser), zum Abtransport zu kleinen Stapeln zusammengelegt.


5 Tage später waren schon einige Schienen abgefahren.


Auf Bahnsteig 1 Nord legt der alte Hanomag eine Pause ein. Die Gleise 2 N und 3 N liegen hier abschnittsweise noch rechts in den Büschen.


Der Liebherr 900 ZW im Arbeitseinsatz beim "Abkneifen" der Schienen


Durchgetrennte Schiene, mit deutlichen Spuren von der Hydraulikschere


Am ehemaligen Hp Blankenau sind die Schienen schon zerschnitten und werden in Kürze abtransportiert.


Schade um die landschaftlich schöne Strecke, aber dass es einmal so kommt, war ja schon seit Aufhebung des Trassensicherungsvertrages absehbar.

Bis Mitte 2014 ist die Strecke bis auf wenige hundert Meter komplett abgebaut.